Schneller Brüter

Schneller Brüter - Technologie ...

... ermöglicht eine bis zu 60-fach größere Brennstoffausnutzung, als bei den derzeit in der Bundesrepublik betriebenen Leichtwasserreaktoren. Bisher nicht spaltbare Uranbestandteile werden beim Betrieb des Schnellen Brüters in spaltbares Plutonium umgewandelt.

Zusammen mit der Wiederaufbereitungstechnologie und der Energiewandlung in thermodynamisch leistungsfähigeren Hochtemperaturreaktoren kann so mit dem Schnellen Brüter ein Lösungsszenario für kommende Energiekrisen geschaffen werden.

Auch bei steigenden Kosten für immer weiter ausgebeutete Vorräte fossiler Energieträger wie Kohle, ‚Ö und Erdgas, einer ständig wachsenden Weltbevölkerung und damit auch stetig steigendem Energiebedarf könnte so unseren Nachkommen eine gleich hohe Lebensqualität mit Hilfe des Schnellen Brüters ermöglicht werden.

Hochtemperaturreaktor

Sprengung des Trockenkühlturms des Thorium-Hochtemperaturreaktors (THTR) in Hamm-Schmehausen am 10.09.1991

Nach Stillegung des Thorium-Hochtemperaturreaktors THTR-300, dem Nachfolgereaktor des AVR in Jülich, wurde auch der weltweit größte Trockenkühlturm des innovativen und fortschrittweisenden Hochtemperaturreaktors, der eine elektrischen Leistung von 300 MW erzeugte, gesprengt.

In Kürze werden Sie hier viele technische Einzelheiten, die Funktionsweise, die Vor- und Nachteile des Hochtemperaturreaktor-Konzeptes kennenlernen können Wir sind bei der Arbeit...

Urananreicherung

Urananreicherung ist notwendig

Der weitverbreitetste Typ eines Kernkraftwerks ist der Leichtwasserreaktor. In ihm wird Uran mit thermischen, also langsame Neutronen gespalten, wobei größere Energiemengen freiwerden. Thermische Neutronen können allerdings lediglich das Isotop 235U des Urans spalten. 235 bedeutet hier, dassöü das Uranatom 235 Kernbausteine, also Protonen und Neutronen enthält Liegen nach der Uranerzgewinnung und dessen Aufbereitung in einer Probe genau 1000 Atome Uran vor, so befinden sich darin im Mittel nur 7 235U-Atome, der Rest besteht vorwiegend aus 238U. Dieses ist chemisch nicht vom 235U zu unterscheiden und kann demnach auch nicht auf chemischem Weg davon getrennt werden. Es trägt im Atomkern drei Neutronen mehr, was eigene kernphysikalische Eigenschaften nach sich zieht, wodurch es mit thermischen, also recht langsamen Neutronen nicht spaltbar ist. Es kann in Leichtwasserreaktoren nicht als Kernbrennstoff verwendet werden.

Urananreicherung-Verfahren

Um ausreichend Spaltmaterial im späteren Kernbrennstoff zu haben, muss der Gehalt von 235U erhöht, 235U also angereichert werden (Urananreicherung). Da sich, wie gesagt, die verschiedenen Isotope chemisch nicht unterscheiden, müssen physikalische Trennverfahren zur Urananreicherung herangezogen werden. In den verschiedenen Verfahren macht man sich den geringen Unterschied in der Kernmasse der Isotope zu Nutze.

Derzeit werden vornehmlich zwei verschiedene Verfahren zur Urananreicherung industriell angewendet:

Weitere Verfahren zur Urananreicherung, wie das Laserverfahren erreichen zwar wesentlich höhere Anreicherungsgrade pro Stufe, finden aber international bisher nur zu Forschungszwecken und nicht in der industriellen Nutzung Anwendung.

Zwischenlagerung in Deutschland

Viele Menschen bedauern, dass es in Deutschland keine Zwischenlagerung und Endlager gibt. Das stimmt jedoch nicht!

Chemisch Toxische Abfälle werden in Deutschland weitestgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit an folgenden Endlagern endsorgt:

Spektakulärer ist hingegen die Endlagerung radioaktiver Abfälle in Deustchland. Der Transport dieser Stoffe in eines der Zwischenlager und zur Wiederaufarbeitung nach Frankreich ist in Deutschland jedoch nur mit einem Aufgebot von mehreren tausend Polizisten möglich.

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Aber das ist wieder eine ganz andere Geschichte....